Cremiger Wirsingkohl mit Erdäpfelnudeln

Mhhhhh… ich liebe es aus vermeintlich deftigem Wintergemüse eine leichte schmackhafte Speise zu zaubern.
Um saisonalgerecht zu bleiben wurde wiedermal ein schöner großer Kohlkopf eingekauft. Ich wollte ein einfaches Pfannengericht machen, aber mit ein wenig Pepp. Denn auch für mich spielt der Zeitfaktor in der Zubereitung eine Rolle. Schnell soll es gehen und am besten ohne viel Neues einkaufen zu müssen. Also auf in die Küche und mal nachschauen was sonst so der Kühl- und Vorratschrank hergibt: Milch, Parmesan, Kartoffel, Ei,…

Ein wenig überlegt und dann einfach beschlossen einen cremigen Wirsingkohl in der Pfanne zu machen. Und als Beilage zur Abwechslung mal fluffige Erdäpfelnudeln. Hierfür gibt es ja unzählige Rezepte online. Allerdings oft nur welche mit großen Mengen Mehl oder Eiern. Aber ich wollte den puren Kartoffelgeschmack im Vordergrund stehen lassen. Also wurde nun einfach ein eigenes Rezept kreiiert. Und wie man am Foto sieht hat es auch funktioniert 🙂

Für 2 Portionen benötigt man genau nur 3 Zutaten:

500g gekochte Kartoffeln (man könnte auch übrig gebliebene gekochte Kartoffel vom Vortag nehmen – Stichwort „Restlverwertung“), 50g Mehl und 1 Ei
Gewürze: Salz, Pfeffer, etwas gemahlene Muskatnuss

Zubereitung: Die gekochten Kartoffel vom Vortag (oder geschält im Wassertopf kochen) durch eine Kartoffelpresse drücken, das Mehl und Ei hinzufügen, würzen und zu einem Teig zügig verarbeiten. Dann immer wieder Teile vom Teig abnehmen, eine Rolle formen und Stücke abschneiden. Anschließend zu fingerdicken Rollen formen und in eine gefettete Auflaufform (oder Blech) legen. Bei ca. 180-200 Grad für 50 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit umdrehen.

Für den Wirsingkohl kann ich nur grobe Zubereitungsempfehlungen machen, da dies nach Gefühl gekocht werden kann: Für zwei Personen habe ich folgende Zutaten verwendet:
1 kleiner Kohlkopf, 1 kleine Zwiebel, ca. 1 Liter Suppe, 2 EL Rapsöl, 1-2 Knoblauchzehen und etwas Milch verwendet.

Zubereitung Wirsingkohl: Der Kohl wird geputzt und in Streifen geschnitten. Zwiebel schälen und fein schneiden. In etwas Rapsöl nun den feingeschnittenen Zwiebel andünsten und dann die Kohlstreifen hinzufügen. Ein paar Minuten dünsten und dann mit der Suppe aufgießen. Hierfür verwende ich auch Wasser mit Suppenpulver vermischt. Den Deckel auf die Pfanne setzen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Immer wieder umrühren in der Zwischenzeit. Wenn die Flüssigkeit größtenteils eingekocht und der Kohl weich gedünstet ist mit Milch aufgießen und cremig einkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und 1 -2 Knoblauchzehen abschmecken und gemeinsam mit den Kartoffelnudeln servieren. Zum geschmacklichen Abrunden eignet sich Parmesan.

Ich hoffe mit diesem Rezept die Liebe zum Wintergemüse für Viele erneut beleben zu können!

Saftiges Bananenbrot

Es passiert immer wieder mal. Man kauft Bananen für die ganze Woche ein und dann kommt man nicht dazu sie rechtzeitig zu essen und sie werden braun. Das ist aber kein Grund zu Verzweifeln oder gar auf die Idee zu kommen sie wegzuhauen (bitte ja nicht!). Denn es gibt keine bessere Resteverwertung für reife braune Bananen als dieses köstliche Bananenbrot!

Es kommt vollkommen ohne extra zugeführten Zucker aus und enthält auch kein Öl. Durch das Vollkornmehl versorgt es den Körper mit Ballaststoffen und  sättigt gut. Dank den Bananen und dem Apfel haben wir auch gleich eine Obstportion ohne Probleme abgedeckt. Ich habe bei dieser Rezeptur einen Teil Haselnussmehl (teilentölt) verwendet. Es gibt nicht nur einen leicht nussigen Geschmack sondern enthält pflanzliches Eiweiß und hat einen geringeren Fettgehalt als gemahlene Haselnüsse.

Die gehackten Walnüsse im Teig sorgen für den richtigen Crunch und versorgen uns gleichzeitig mit guten Fettsäuren, Vitamin E, B-Vitaminen und unter anderem auch Kalium für die Nerven. So eignet sich dieses Brot auch als Stärkung in stressigen Zeiten.

Als Süßalternative zum Kaffee oder auch als Frühstücksbrot mit Topfen oder Skyr bestrichen ist Bananenbrot eine gesunde Abwechslung am Speiseplan.

 

Hier das Rezept:

Zutaten:

2 Bananen (1/2 Banane wird zum Belegen aufgehoben); 70g Vollkornmehl, 30g Haselnussmehl (teilentölt), 80g geriebener Apfel (mit Schale), 1 Ei, 1/2 Packung Backpulver (ich verwende auch gerne das Backpulver mit Safran für eine feine Note) und 30g gehackte Walnüße.

Optional kann man den Teig noch um 1 Prise Zimt oder auch 1 Esslöffel echten Kakao oder Kokosette ergänzen.

Zubereitung:

Die Bananen schälen und in eine Schüssel geben und mit der Gabel zerdrücken. Den Apfel samt Schale (gute Ballaststoffe!) reiben und hinzufügen. Beides vermischen und das Ei zur Masse geben. Mit der Gabel schaumig schlagen. Erst das Backpulver, Haselnussmehl zum Mehl geben und vermischen. Danach in die Bananen-Ei-Mischung leeren und unterrühren.

Da der Teig nun fester wird kann es mit der Gabel schwieriger zum vermengen werden und es ist praktischer auf einen Schneebesen umzusteigen. Hierbei empfiehlt sich ein Schneebesen der unten offen ist. Dadurch können sich die Stücke nicht im Schneebesen sammeln und stecken bleiben.

Nun die gehackten Nüsse unterheben, die Masse in eine gefettete Auflaufform geben und für ca. 45 Minuten bei 180 Grad backen. In der Form etwas auskühlen lassen und dann auf einen Teller stürzen.

Ich hatte nicht ausreichend Bananen und hab das Rezept daher halbiert, somit ist dieses Rezept ist für eine Mini-Kastenform geeignet. Für eine normale Kuchenform/Kastenform nimmt man einfach die doppelte Menge der Zutaten!

Ich wünsche viel Spaß beim Nachbacken und freue mich über euer Feedback oder Fotos eurer Werke! Einfach auf Facebook oder auf Instagram mit dem Vermerk teilen.

Snack-Attack: Selbstgemachte Apfelchips!

Wer kennt es nicht: man wird unruhig, die Konzentration lässt nach, man braucht eine Kleinigkeit obwohl kein Hunger da ist. Oder es wurde gerade gut gegessen und dennoch hat man das Bedürfniss auf eine süße Kleinigkeit?! – auch jetzt wäre ein guter Moment statt zur Schokolade auf Apfelchips zurück zugreifen.

Apfelringe sind eine gesunde Nascherei, denn sie sind zu 100% natürlich und ihre Inhaltsstoffe haben positive Wirkungen auf den Organsimus. Und hierbei braucht man keine Panik vor dem enthaltenen Fruchtzucker zu haben, wenn man sich bei der Portionsgröße auf eine normale Mengen orientiert. (Als Faustformel kann man sagen, dass eine Handvoll einer Portion entspricht). So wie auch die frische Frucht enthalten auch die getrockenten Apfelstücke Ballaststoffe, welche zum Beispiel positiv auf den Cholesterinspiegel wirken. Und auch der Verdauung wird auf die Sprünge geholfen.

Zubereiten lassen sich Apfelchips einfach in einem Dörrautomaten. Natürlich kann man die Äpfel auch im Backofen trocknen, hierbei muss man nur darauf achten den Wasserdampf immer wieder entweichen kann.

Gerade in Österreich haben wir das Glück ganzjährig  mit heimischen Äpfeln versorgt zu werden. Aber es empfiehlt  sich sonst einfach im Herbst nach der Ernte die herrlichen Apfelchips auf Vorrat zu machen. So hat man immer eine gesunde Alternative zu Knabbereien parat. Und  auch für die Schule oder das Büro eignen sie sich als leicht portionier und transportierbarer Energielieferant.

Habt ihr schon mal Apfelchips selber gemacht? Was waren Eure Erfahrungen?

Ich wünsche ein gutes Snacken und einen schönen Sonntag!

 

Die „leise“ Krankheit Bluthochdruck

Diese Woche war ich zu einer interessanten Diskussionsrunde mit vier Ärzten zum Thema Bluthochdruck (Hypertonie) eingeladen. Obwohl in generellen Umfragen erhoben wurde, dass über ein Drittel der Befragten Ihren Gesundheitszustand als sehr gut bezeichnen, leiden jedoch über 21 Prozent der Menschen in Österreich an Bluthochdruck.

Besprochen wurde unter anderem allgemeine Aspekte der momentanen Gesundheitsversorgung, warum mehr Frauen an Herzinfarkt versterben wie Männer, wie die Betreuung im intra- und extramuralen Raum gegeben ist und welche Faktoren bei Bluthochdruck eine Rolle spielen und zu beachten sind. Daher sei einfach wieder zu erwähnen, dass neben einem stressreduziertem Lebensstil und Bewegung die Ernährung eine entscheidende Rolle in der Therapie bei Bluthockdruckpatienten darstellt. Gerade im präventiven Bereich ist eine gesunde Lebensweise für eine Risikominimierung relevant.

Wesentliche ernährungsrelevante Aspekte die den Bluthochdruck beeinflussen sind zum einen die Kochsalzzufuhr und zum anderen Übergewicht, resultierend aus einer nicht adäquaten Ernährungssituation. Bevor eine medikamentöse Therapie gestartet werden sollte, gilt eine Lebensstilmodifikation als erster Therapieschritt.

Schwerpunkt liegt hierbei auf einer salzreduzierten, fettarmen Ernährung mit dem Fokus auf Gemüse, Obst, mageren Milchprodukten, Fisch und unverarbeiteten Lebensmittel. Bezugnehmend auf eine Gewichtsreduktion ist anzumerken, dass mit jedem verlorenen Kilo Körpergewicht man den systolischen Blutdruck um ca. 1,5mmHg senken kann.
Oft wird vergessen, dass in vielen Produkten die wir verzehren bereits Salz enthalten ist: Wurstwaren, Käse, fertige Aufstriche, Brot und Backwaren wären hier als ein paar Beispiele zu nennen. Hinzu kommt der steigende Konsum an Fertigprodukten und eine vermehrte Außer-Haus-Verpflegung, bei dir wir nicht maßgeblich an der Zubereitung beteiligt sind.

Es gilt mit frischen Lebensmitteln seine Speisen zu erstellen, vermehrt Kräuter statt Salz zum Würzen zu verwenden und auf Fertigprodukte und Konserven überwiegend zu verzichten. Auch kaliumreiche Lebensmittel können eine positive Wirkung bei bestehendem Bluthochdruck ausüben. Dies wären zum Beispiel Kartoffeln, Sellerie, Kohlrabi, Kiwi, Avocado oder auch Nüsse und Samen.

Fasten neu interpretiert

Angesichts der momentanen Fastenzeit haben Sich viele diese zum Anlass ausgewählt um Ernährungsvorsätze umzusetzen: keine Süßigkeiten, kein Fleisch oder kein Alkohol wären hier zum Beispiel die Klassiker. Generell eignet sich die Fastenzeit immer gut um sich von Altlasten zu befreien und seine Gewohnheiten zu überdenken. Wem es aber zu radikal ist von einem Tag auf den anderen auf etwas komplett verzichten zu müssen, der kann auch ein „fasten light“ in Betracht ziehen.
Bei dieser Variante geht es nicht darum rigoros ein bestimmtes Lebensmittel oder Lebensmittelgruppe gänzlich zu meiden, sondern ausgewählte ungünstige Ernährungsgewohnheiten zu reduzieren und verändern.

Sind Sie vielleicht jemand der sagt er braucht täglich seine Schnitten, Schokolade oder Kekse? Dann wäre hierbei ein erster Umsetzungsschritt schon die Reduktion des Verzehrs auf zum Beispiel nur jeden zweiten Tag. Oder wenn Sie als richtiger „Fleischtiger“ kaum Gemüse auf ihrem Teller vorfinden, dann könnte für Sie auch schon der Schritt mehr vegetarische Gerichte in Ihren Speisealltag zu integrieren eine gute Initiative sein.

 

Generell soll es bei Fasten nicht um ein „sich selbst Quälen“ gehen, sondern dass das Bewusstsein wieder geschärft wird. Das Bewusstsein für sich selbst, seinen Körper und auch für Lebensmittel und deren Handhabung. In der heutigen Zeit wo der Überfluss vorherrscht, schadet es nicht sich und seinen Lebensstil gelegentlich zu überdenken und reduzieren um dadurch Kleinigkeiten, Wesentliches und Ursprüngliches wieder wahrnehmen zu können.

Ab Morgen startet die Fastenzeit

Es ist soweit – die Faschingszeit erreicht mit dem heutigen Tag ihren Höhepunkt.Noch einmal heißt es schlemmen, feiern und völlern! Und ab morgen läutet dann der Aschermittwoch die Fastenzeit ein.

Traditionell wird hierbei ein besonderes Gericht serviert: der Heringsschmaus.
Fisch gilt seit jeher als Fastenspeise und so steht auch im Mittelpunkt dieser Speise der Edelfisch Hering. Auch wenn er zu den fettreichen Fischsorten zählt, punktet er als gesundes Lebensmittel durch seinen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Außerdem ist er reich an B-Vitaminen und Vitamin A, D sowie diversen Mineralstoffen und Spurenelementen. Gerade Hering ist ein optimaler Selen-Lieferant und sorgt auch für eine gute Versorgung mit Jod und Zink.
Gleichen Sie daher morgen so manche Faschingssünde wieder aus und starten mit einem leichten Heringssalat in die Fastenzeit.

Hierfür benötigen Sie folgende Zutaten (für 4 Portionen):
– 1 Glas Russen mit Zwiebeln
– 1 mittelgroßer Apfel
– ½ Salatgruke
– 1 Bund Schnittlauch
– ½ Becher fettarmer Joghurt
– 2 TL Zitronensaft
– 1 TL Senf
– Salz, Pfeffer

Zubereitung: Die Fische aus dem Glas herausnehmen, halbieren und von den Gräten entfernen. Anschließend in mundgerechte Stücke schneiden.
Die Salatgurke in kleine Stücke schneiden, den Apfel schälen und in Würfel schneiden. Die Zwiebel aus dem Glas der Russen feinschneiden. Anschließen alles vermengen.
Für die Marinade: Den fettarmen Joghurt, Zitronensaft, Senf, Salz, Pfeffer und viel Schnittlauch verrühren und über den Salat leeren. Im Kühlschrank etwas durchziehen lassen und mit Vollkornbrot servieren.

So gut kann fasten schmecken 🙂